Burhinus oedicnemus

Triel

Burhinus oedicnemus, Triel, Eurasian thick knee
code: VVOFT0327
Europäischer Triel, Stone Curlew, Burhinus oedicnemus oedicnemus
code: VVOFT0042
Europäischer Triel, Stone Curlew, Burhinus oedicnemus oedicnemus
code: VVOFT0043


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Exif ImageDescription: Europäischer Triel, Stone Curlew, Burhinus oedicnemus oedicnemus

Der Triel (Burhinus oedicnemus) ist eine der neun Arten der Gattung Burhinus, die als einzige die Familie der Triele (Burhinidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes) bildet...Der Triel ist ein kompakter, hochbeiniger etwas über taubengroßer Vogel. Die Grundfärbung des Gefieders ist sandfarben mit einer dunklen, besonders auf Hals und Brust auffälligen Strichelung. Die Unterseite des Vogels ist hell, zuweilen fast weiß. Der Kopf ist groß, ebenso die Augen mit auffallend gelber Iris. Der gelbe, massive Schnabel endet in einer schwarzen Spitze. Auffallend sind auch die kräftigen gelblichen Beine mit deutlich verdickten Fersengelenken, die der Art den englischen Namen Thick-knee eingetragen haben. Die Geschlechter unterscheiden sich weder in der Größe noch in der Gefiederfärbung. Auch das Jugendgefieder gleicht dem ausgefärbter Vögel sehr. Ebenso besteht kein Unterschied zwischen Ruhe- und Brutkleid. Im Flug wirkt die Art von unten sehr hell, sieht man sie von oben, fallen die schwarzen Handschwingen mit einzelnen weißen Einschlüssen auf. Die Nominatform ist von allen Unterarten die größte und die am dunkelsten gefärbte. Insgesamt ist die Art gut bestimmbar und kaum zu verwechseln...Burhinus oedicnemus ist dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Nur an sehr trüben Tagen sowie während der Jungenaufzucht wurden auch länger andauernde Aktivitätsphasen während des Tages festgestellt. Der Aktivitätsbeginn wird auch außerhalb der Brutzeit meist mit Rufen eingeleitet, deren größte Intensität jedoch erst kurz vor Anbruch der Morgendämmerung erreicht wird. Den Tag verbringt die Art flach an den Boden gedrückt in guter Deckung. Während dieser Ruhezeit wird Nahrung nur dann aufgenommen, wenn sie äußerst leicht erreichbar ist. Häufig stehen Triele längere Zeit fast unbeweglich mit hoch erhobener Körperhaltung. Auf Grund ihrer Tarnfärbung sind sie auch in dieser Position schwer zu entdecken. Bei Störungen fliegt der Triel nur selten auf, sondern versucht sich mit geducktem Körper und vorgestrecktem Hals schleichend oder laufend aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Auch vor ernsten Bedrohungen rennt er erstmals äußerst schnell und wendungsreich davon. Vor Flugfeinden nimmt er zuweilen eine hoch erhobene, fast an eine Dommel erinnernde Pfahlstellung ein. Muss er auffliegen, kehrt er nie direkt zur Nistmulde zurück, sondern landet entfernt; bei der Rückkehr zum Gelege wurden Ablenkungsverhaltensweisen wie Scheinpicken oder Scheinbrüten beobachtet. Triele fliegen mit kräftigem und ausholendem Flügelschlag, meist in Bodennähe und ohne besondere Flugmanöver. In Aggressionssituationen ist die Körperhaltung hoch aufgerichtet, die Flügel sind ausgebreitet, wobei die Flügelinnenseite dem Gegner zugewendet wird. Meist faucht der Vogel mit leicht geöffnetem Schnabel. Zwischen Artgenossen kann es in der Balz- und Brutzeit zu Kämpfen kommen, bei denen die Kontrahenten mit ihren Schnäbeln aufeinander losgehen. Auch Verfolgungsjagden wurden beobachtet.Die Nahrung des Triels ist fast ausschließlich animalisch, nur in sehr geringem Maße werden auch Sämereien, Pflanzen und Pflanzenteile aufgenommen. Vorwiegend werden Insekten aller Art, landlebende Mollusken, Würmer sowie Spinnen und Asseln erbeutet. Kleine Eidechsen und Schlangen gehören ebenso ins Beutespektrum wie Jungvögel und Vogeleier sowie verschiedene kleine Säugetiere. Die Beutetiere werden am Boden gesucht und sowohl optisch als auch akustisch geortet, vielfach nach der Entdeckung auch kurze Strecken laufend oder fliegend verfolgt. Steine werden umgedreht, wenn darunter Beute vermutet wird. Der Nahrungserwerb findet fast ausschließlich in den Dämmerungsstunden und nachts statt, nur während der Brutzeit gelegentlich auch am Tage.Während der Balzzeit und der Zeit der Jungenaufzucht sind Triele territorial, doch werden Jungvögel aus Erstbruten und möglicherweise auch unverpaarte Artgenossen im Revier geduldet. Bruthilfe wurde beobachtet. Der Triel führt wahrscheinlich eine monogame Saisonehe, doch bestehen Hinweise, dass die Paarbildung bereits im Winterquartier erfolgt und die Partner verpaart den Heimzug antreten. Frühestens mit einem Jahr, meist aber erst nach dem zweiten Heimzug beginnen Triele zu brüten. Während des Balzrituals dreht das Männchen mehrere Nistmulden und zeigt sie durch Schleudern von Steinchen und Scheinbrüten an. Die Auswahl für den endgültigen Nistplatz trifft das Weibchen. Die Balzrituale sind recht vielfältig. Vor allem bestehen sie aus verschiedenen Sprungtänzen und gegenseitigen Verbeugungen. Die Niststandorte liegen meist auf vegetationslosem oder zumindest vegetationsarmen Untergrund, oft etwas erhöht und in der Nähe von Gebüschen. Das Gelege besteht aus zwei (sehr selten drei) sand- beziehungsweise lehmfarbenen Eiern und wird von beiden Eltern bebrütet. Zweitbruten sind häufig, möglicherweise sogar die Regel. Ebenso kommt es oft zu Brutverschachtelungen, sodass Paare mit fast flüggen und eben erst geschlüpften Jungen beobachtet wurden. Die Eltern verteidigen das Gelege energisch. Zu nahe kommende Weidetiere werden durch Zischen und Fauchen sowie durch Flugangriffe vertrieben; auch potentielle Nesträuber, wie zum Beispiel Hermeline, können solcherart erfolgreich von ihrem Vorhaben abgebracht werden. Die Brutdauer liegt zwischen 25 und 27 Tagen; die Jungen sind in den ersten Stunden recht hilflos, können aber bald von den Eltern vom Nest weggelockt werden. In Gefahrensituationen drücken sie sich mit vorgestrecktem Kopf flach auf den Boden und verharren regungslos, bis von den Altvögeln Entwarnung kommt. In einer solchen Situation können sie sogar aufgenommen werden, ohne dass eine Fluchtreaktion erfolgt. Spätestens 40 Tage nach dem Schlüpfen sind die Nestflüchter flugfähig. Etwa ebenso lange werden sie auch noch weiter von den Eltern betreut.Quelle:Wikipedia



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