Chloebia gouldiae

Gouldamadine

VVOFT0059 Chloebia gouldiae<br>
code: VVOFT0059
Chloebia gouldiae,Gould-Amadine,Gouldian Finch
code: VVOFT0689


Exif Keywords: Natur, Nature, Animals, Tiere, Voegel, Vogel, Bird, Fliegen, Fly
Exif ImageDescription: Chloebia gouldiae,Gould-Amadine,Gouldian Finch

Die Gouldamadine (Chloebia gouldiae, auch Erythrura gouldiae) gehört zur Familie der Prachtfinken und ist die einzige Art der Gattung der Gouldamadinen. Sie zählen zur Fauna Australiens. In ihrer Heimat sind sie mittlerweile selten geworden. Weltweit wird dieser farbenprächtig gefiederte Vogel, der auch in freier Wildbahn in drei unterschiedlichen Farbschlägen vorkommt, als Ziervogel gehalten....Gouldamadinen sind ausgesprochen farbenprächtige Vögel, bei denen das Kopfgefieder stark variieren kann. Es kommen auch in den wilden Populationen schwarz-, rot- und gelbköpfige Varianten vor. Schwarzköpfige Gouldamadinen sind die in der freien Natur am häufigsten zu beobachtenden Vögel. Schwarzköpfige Vögel mit roter Schnabelspitze sind dabei in Bezug auf die Kopffärbung reinerbig. Schwarzköpfige Vögel mit gelber Schnabelspitze sind genetisch gelbköpfig. Bei ihnen überlagert das schwarze Melanin jedoch das Gelb der Kopfmaske. Gelbköpfige Vögel sind nur sehr selten in freier Natur zu beobachten. Geschätzt wird, dass nur ein gelbköpfiger Vogel auf 3.000 schwarz- und rotköpfige kommt. Gelbköpfigkeit ist auf eine Verlustmutation zurückzuführen. Vögel mit dieser Kopffärbung sind nicht in der Lage, gelbe Carotinoide in rote Gefiederfarbstoffe umzuwandeln. Das Merkmal wird dominant-rezessiv vererbt. Bei rot- und gelbköpfigen Vögeln setzt ein schwarzes Band rund um den Hinterkopf die Kopffärbung vom übrigen Gefieder ab. Bei allen Farbvarianten zeigt sich an Hinterkopf und Kehle außerdem ein hellblaues Band, das allmählich in das grüne Rückengefieder übergeht. Das Gefieder der Flügeldecken ist bei Gouldamadinen ebenfalls grün gefärbt. Auffällig ist die lilafarbene Brust, die scharf gegen den gelb gefiederten Bauch abgesetzt ist. Dieser hellt sich in Richtung Schwanz fast bis zu einem Weiß auf. Der Bürzel sowie die obere Schwanzdecke sind hellblau. Hellblau ist auch der Lidring, der die dunkelbraunen Augen umgibt. Schnabel und Füße sind hornfarben. Die Körperlänge der Vögel beträgt bei beiden Geschlechtern etwa elf Zentimeter. Vom Kopf bis zu den Enden der beiden mittleren Schwanzfedern beträgt ihre Länge zwischen 13 bis 15 Zentimeter....Gouldamadinen sind an extreme Klimabedingungen angepasst. Sie sind bei Temperaturen zwischen 30 und 45 °C sehr lebhaft und nehmen auch dann ausgedehnte Sonnenbäder. Andere Vogelarten dagegen suchen bei diesen Temperaturen Schatten auf. ...Schlangen und Greifvögel sind die Beutegreifer, die am häufigsten adulte Gouldamadinen erbeuten. Schlangen sind vermutlich die Ursache, warum Gouldamadinen die Nacht auf den dünnsten Zweigen ihrer Schlafbäume verbringen. Auch ihr Zögern, in eine Baumhöhle einzufliegen, ist auf die Vorsicht gegenüber Schlangen zurückzuführen. Gegenüber sich nähernden Greifvögeln fliehen Gouldamadinen ins Innere von Eukalyptusbäumen oder in nahes Gebüsch. Ähnlich wie bei Masken-, Spitzschwanz- und Gürtelamadinen sowie beim Zebrafink zeigt sich auch bei den Gouldamadinen ein Trinkverhalten, das als „Saugtrinken“ bezeichnet wird und für Tauben typisch ist. Durch dieses Trinkverhalten, das sich deutlich vom schlückchenweisen Trinken anderer Vögel abhebt und mit dem sehr rasch eine große Menge Wasser aufgenommen wird, verringern diese Arten den Zeitraum, den sie exponiert an einer Wasserstelle verbringen. Dadurch sinkt für sie das Risiko, von Raubvögeln geschlagen zu werden. Nestlinge sind noch durch eine Reihe weiterer Tierarten gefährdet. Ameisen fressen Jungvögel bei lebendigem Leib auf, wenn sie sie im Nest vorfinden. Auch einige Fliegenarten legen ihre Eier in den Nestern so ab, dass die schlüpfenden Larven die Jungvögel auffressen. Zu den Fressfeinden der Nestlinge zählen auch kleinere Echsen. Den adulten Gouldamadinen werden diese nur ausnahmsweise gefährlich.Die Brutzeit der Gouldamadinen fällt mit der Regenzeit in dieser Region zusammen; in dieser Zeit fallen auch die Nachttemperaturen selten unter 30 °C. Das Nest wird bevorzugt in Höhlen der Eukalyptusbäume gebaut. Das Gelege besteht meist aus sechs Eiern und wird von beiden Altvögeln bebrütet. Die Jungen schlüpfen nach 14 Tagen und werden von den Altvögeln mit halbreifen Grassamen, Weichkäfern, Spinnen sowie mit geflügelten Termiten gefüttert, deren Schwarmzeit gleichfalls in die Regenzeit fällt. Je nach Dauer der Regenzeit folgen mehrere Bruten nacheinander. Die noch nicht geschlechtsreifen Jungvögel helfen dabei bei der Aufzucht der Folgebruten.Quelle:Wikipedia



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